Förderprojekt GALILEOnautic

  Unbemannte Oberwasserfahrzeuge mit Versuchsträger SMIS im Vordergrund und MESSIN im Hintergrund Urheberrecht: Universität Rostock

Autonomes Navigieren und optimiertes Manövrieren von kooperierenden Schiffen in sicherheitskritischen Bereichen

 
01.07.2016

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.07.2016 bis 30.06.2018
Akronym:
GALILEOnautic
Gruppe:
Galileo
Fördergeber:
BMWi

Kontakt

Foto von René Zweigel

Name

René Zweigel

Oberingenieur

Telephone

work Phone
+49 241 80 28034

E-Mail

 

Motivation

Projektlogo Galileo nautic Urheberrecht: IRT

Deutschlands Wirtschaft wickelt den Großteil seines Handels über den Seeweg ab und ist in entscheidendem Maße von der Schifffahrt abhängig. Die International Maritime Organization IMO schätzt, dass bereits jetzt ungefähr 90 Prozent aller Handelsgüter über den Seeweg transportiert werden und dass die maritime Transportleistung mit einer jährlichen Wachstumsrate von 2 bis 3 Prozent weiterhin ansteigen wird. Autonome Systeme sind daher das Zukunftsthema im Bereich der weltweiten Mobilität. Durch die Erhöhung der Automatisierungsstufen und zusätzlich durch kooperatives Handeln zwischen allen maritimen Teilnehmern kann der generelle Verkehrsfluss sicherer, ökologischer und ökonomischer gestaltet werden.

 

Projektziele und Methoden

Gefördert durch Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Urheberrecht: BMWi

Für die Konzeptentwicklung eines vollautomatisierten Gesamtsystems im Projekt GALILEOnautic sollen vernetzte Demonstratoren aufgebaut werden, die miteinander kooperativ navigieren und optimiert manövrieren können. Des Weiteren soll gezeigt werden, wie nicht vernetzte Schiffe berücksichtigt werden können. Schwerpunkt der Entwicklungen liegt auf Anwendungen im Hafenbereich, wobei das Gesamtsystem so konzipiert sein soll, dass es leicht auf küstennahe Gebiete und Binnengewässer erweitert werden kann.

Die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems soll beispielhaft anhand eines konkreten Anwendungsszenarios nachgewiesen werden. Dazu wird ein Begegnungsszenario definiert, bei dem zwei vernetzte Schiffe in ein und derselben Fahrrinne aufeinander zufahren. Das zentrale System soll ein sicheres Ausweichen und Passieren beider Schiffe sicherstellen. Erschwerend quert ein Vehikel die Fahrrinne zwischen beiden Schiffen, da nicht vernetzt ist. Das System muss auch dieses Schiff berücksichtigen können.

 

Innovationen und Perspektiven

Für das Vorhaben war das Zusammenführen verschiedener Spezialisten aus verschiedenen akademischen und industriellen Teilbereichen notwendig. Jeder Konsortialpartner hatte innerhalb des Projekts entsprechende Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte, die zur Erreichung des Gesamtziels erforderlich waren. Gerade die vernetzte kooperative Navigation ist im maritimen Bereich ein Novum, birgt sie doch ein hohes Sicherheits- und Effizienzpotential durch permanente Abstimmungen in einem Regelungsnetzwerk. Auch die hochgenaue Bestimmung von Position, Geschwindigkeit und Orientierung mittels eines maritimen Navigationsfilter unter expliziter Ausnutzung der Vorteile des neuen europäischen Satellitennavigationssystems Galileo ist wegweisend.

 
Projektpartner Assoziierte Partner
  • RWTH Aachen: Kooperative, vernetzte Navigation und Lokalisierung
  • Uni Bremen: Optimierung dynamischer Schiffsbewegungen
  • Uni Rostock: Regelungsgestützte, intelligente Schiffsführung
  • HS Wismar: Simulationsgestützte und assistierte Schiffsführung
  • SCISYS: Kommunikationsnetzwerk & Validierungsumgebung