Zeit-, Selbst- und Lernmanagement an der Uni

  Eine Uhr hängt von einer Decke Urheberrecht: Martin Braun

Das Wichtigste vorab: Sie müssen sich klar machen, dass Studieren und zur Schule gehen zwei völlig verschiedene Dinge sind: Studieren bedeutet von nun an Selbstverantwortung und Selbstmanagement. Dies erfordert ein hohes Maß an Selbstorganisation und vor allem Eigenständigkeit von Ihnen.

 

Grundsätzlich: Sie müssen sich darauf einstellen im Studium eine andere Tages- und Wochenstruktur (Wechsel zwischen Veranstaltungen und freien Zeiten) zu haben als in der Schule. Schaut man sich den Stundenplan an, wird man in vielen Studiengängen feststellen, dass es nicht immer nahtlose Übergänge von „Unterricht“ zu „Unterricht“ gibt. Oft haben Sie „Unterrichtslücken“ von mehreren Stunden. Die wöchentliche Präsenzzeit ist in vielen Studiengängen recht überschaubar. Rechnen Sie jedoch die Zeit hinzu, die Sie für das Wiederholen und Üben der Lehrinhalte aufbringen sollten, kommt man ganz schnell auf einen Full-Time-Job.

Entsprechend sollten in dem wöchentlichen Stundenplan nicht nur die zu besuchenden Lehrveranstaltungen – sondern auch die zur Verfügung stehende Zeit für das Lernen, sowie alle anderen Dingen rund um das Studium eingetragen werden. Dabei ist ein zusätzlicher Semesterplan mit Terminen, Fristen und allen anderen studien- und prüfungsorganisatorischen Notizen sehr hilfreich.

Und gerade das Wiederholen, Üben und Trainieren der Lehrinhalte ist im Studium das A und O. In der Vorlesungszeit haben Sie keine großen Klausuren, sondern eventuell – je nach Studiengang – Testate oder Hausübungen, die Sie zur Zulassung einer Klausur brauchen (das regelt die Prüfungsordnung).

Die vorlesungsfreie Zeit -umgangssprachlich Semesterferien – ist dann der Zeitraum, in der der jeweilige Modul-Lehrstoff aus den circa drei Monaten Vorlesungszeit abgeprüft wird. Ein kurzfristiges Lernen wie in der Schule ist an der Uni entsprechend nicht sinnvoll.

Hinzukommt, dass Sie an der Uni mit neuen Veranstaltungsformaten konfrontiert werden: Vorlesungen, Übungen, Seminare, Tutorien, Kolloquien, Exkursionen, all das gehört nun in Ihren Studienalltag und will gelernt und erprobt sein.

Wo bekomme ich Hilfe zum Lernen an der Uni?

Die Organisation des Lernens und des Studienalltags will gelernt sein: Gemäß dem Motto: „Wie weit bis du mit dem Lernplan? Antwort: „Ich muss noch einkaufen“, oder „Sporttraining läuft gut“, gibt es diverse Möglichkeiten diesen Lern- und Organisationsschwierigkeiten entgegenzutreten.

Studientrainings der Zentralen Studienberatung

Die psychologische Beratung der Zentralen Studienberatung bietet eine Vielfalt an Studientrainings an, um Ihnen bei diesen Startschwierigkeiten und auch im Laufe des Studiums Hilfe zu leisten.

Aachener Mentoring Modell

Des Weiteren hilft das Mentoring der einzelnen Fakultäten bei Start- und Organisationsschwierigkeiten: Hilfestellung bei Lern- und Selbstmanagement (präventiv), Wochenplan / Stundenplan und Klausurplanung.