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Allgemeine Informationen


Im Rahmen der Vortragsreihe Beiträge zur Regelungstechnik berichten Referenten aus Industrie und Forschung an 4-5 Terminen pro Semester von ihrer Tätigkeit in Forschung, Entwicklung und Anwendung.

 

Die Veranstaltung findet im Seminarraum des IRT (Raum 54A/202) statt.

 

Eingeladen ist jeder Interessierte. Um telefonische oder E-Mail-Voranmeldung wird gebeten.

 

Gerne nehmen wir Sie auch in unseren Verteiler auf. Dazu genügt ein kurzer Hinweis an unser Sekretariat.

Wintersemester 2008/2009

Mittwoch, 21. Januar 2009, 16:00 Uhr

Wenn Bewegung schmerzt: Medizintechnik zur Erhaltung der Bewegungsfähigkeit

Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Catherine Disselhorst-Klug

Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik, Leiterin der Arbeitsgruppe Biophysikalische Messtechnik, - Helmholtz-Institut -,

RWTH Aachen/Universitätsklinikum Aachen

 

Kurzfassung:

Bewegung ist Leben - Leben ist Bewegung. Bewegungseinschränkungen gehen in der Regel mit einem Verlust an Lebensqualität einher. Daher sind innovative Ansätze zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung des Bewegungsvermögens gefordert. Genau hier greifen medizintechnische Verfahren an. Eine adäquate Messtechnik liefert die benötigte Information. Die modelbasierte Vorstellung über die physiologischen Grundlagen, die Ursachen funktioneller Bewegungseinschränkungen und die Konsequenzen, die daraus für die Bewegungsausführung resultieren, erlaubt den gezielten Einsatz informationstheoretischer Verfahren, die die Interpretation erleichtern und die klinisch relevante Information hervorheben. Ziel ist es, den Arzt in seiner Entscheidungsfindung zu unterstützen und auf diese Weise die Therapie zu optimieren und besser an den einzelnen Patienten anzupassen.

 

Mittwoch, 26. November 2008, 16:00 Uhr

Aktuelle Entwicklungen und Anwendungen in der Prozessanalytik

Dr. Frank Diedrich

Leiter Prozessanalytik, Siemens AG, Karlsruhe

 

Kurzfassung:

Wichtige gerätetechnische und applikative Entwicklungen in der Prozessanalytik werden vorgestellt. Neben einer kurzen Darstellung von grundsätzlichen Messmethodiken wird speziell auf aktuelle Trends eingegangen. Beispiele aus der industriellen Anwendung werden gezeigt.

Ferner wird kurz darauf eingegangen, wie sich die industrielle Prozessanalytik der Herausforderung stellt, Hochleistungstechnologien auch für Greenfieldprojekte verfügbar zu machen und bezüglich Unterhalt und Wartung in der Betriebsphase zu unterstützen.

 

Mittwoch, 29. Oktober 2008, 16:00 Uhr

Einbindung von Prozessanalysentechnik in die Regelung verfahrenstechnischer Prozesse

Dr.-Ing. Tobias Kleinert

GTF/ED – Automation Technology, BASF SE , Ludwigshafen

 

Kurzfassung:

Moderne Prozessanalysentechnik (PAT) ermöglicht die stabile und zuverlässige Online-Messung von Stoffeigenschaften. Die Integration der PAT in die Regelung chemischer Prozesse -oft als Qualitätsregelung bezeichnet- eröffnet neue Perspektiven für eine verbesserte Wirtschaftlichkeit der Produktion und ermöglicht oftmals erst die Lösung spezifischer Regelungsaufgaben. Dieser Beitrag stellt einen Ansatz zur Projektierung von Qualitätsregelungen vor. Aspekte wie Reglerstruktur, Konfiguration der Basisregelung und Vorverarbeitung des PAT-Messsignals zur Verwendung im geschlossenen Regelkreis werden diskutiert. Außerdem wird gezeigt, wie im Anlagenbetrieb sowohl die automatische Prozessführung mit Qualitätsregelung, als auch der konventionelle Anlagenbetrieb ausschließlich mit der Basisregelung ermöglicht werden kann. Die qualitativen und wirtschaftlichen Vorteile sowie die Bandbreite möglicher Anwendungen werden anhand von drei Beispielen aufgezeigt, die neu am Verbundstandort Ludwigshafen der BASF SE projektiert wurden.

 

Freitag, 24. Oktober 2008, 10:00 Uhr

Modellprädiktive Strömungsregelung

(Seminar im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereichs 686 „Modellbasierte Regelung der homogenisierten Niedertemperatur-Verbrennung“)

Prof. Dr.-Ing. habil. Rudibert King

Fachgebiet Mess- und Regelungstechnik, Institut für Prozess- und Verfahrenstechnik, Technische Universität Berlin

 

Kurzfassung:

Nachdem die modellprädiktive Regelung (MPC) ihre Überlegenheit gegenüber anderen Ansätzen in vielen Bereichen, insbesondere in der Prozessindustrie, unter Beweis gestellt hat, zeigt der Vortrag erste Anwendungen in schnellen Prozessen der Strömungsregelung. Nach einer Einführung in die Methodik und einem beispielhaften Vergleich mit anderen Ansätzen wird die Vielseitigkeit der MPC durch lineare und nichtlineare Beispiele, mit und ohne Berücksichtigung von Stellgrößenbeschränkungen untermauert. Bei der Dämpfung von Tollmien-Schlichting-Wellen und der Nachlaufströmung eines Zylinders entstammen die verwendeten mathematischen Modelle aus einer Galerkin-Approximation des Strömungsfeldes und einer anschließenden Projektion der Navier-Stokes-Gleichung auf die entstehenden Moden. Für die Dämpfung von thermoakustischen Brennkammerschwingungen kommen in der MPC experimentell identifizierte Black-Box-Modelle zum Einsatz. In allen Fällen werden bessere Ergebnisse erzielt im Vergleich zu klassischen Regelungsansätzen.