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Allgemeine Informationen


Im Rahmen der Vortragsreihe Beiträge zur Regelungstechnik berichten Referenten aus Industrie und Forschung an 4-5 Terminen pro Semester von ihrer Tätigkeit in Forschung, Entwicklung und Anwendung.

 

Die Veranstaltung findet im Seminarraum des IRT (Raum 54A/202) statt.

 

Eingeladen ist jeder Interessierte. Um telefonische oder E-Mail-Voranmeldung wird gebeten.

 

Gerne nehmen wir Sie auch in unseren Verteiler auf. Dazu genügt ein kurzer Hinweis an unser Sekretariat.

Sommersemester 2010

Mittwoch, 30. Juni 2010, 16:00 Uhr

GATE – Galileo Test- und Entwicklungsumgebung in Berchtesgaden

Dr. Günter Heinrichs

IFEN GmbH, Poing

 

Kurzfassung:

GATE ist ein bodenbasiertes Funknavigationssystem, das die „echten“ Galileo-Signale über sechs terrestrische Sendestationen in das GATE-Testgebiet ausstrahlt. Durch seine Infrastruktur ist GATE in der Lage, Navigationssignale der Galileo-Satelliten zu erzeugen, natürliche Einflussfaktoren, zum Beispiel Einflüsse durch Iono- oder Troposphäre, zu simulieren sowie Signalarten und -stärke nach Bedarf zu verändern.

GATE stellt mehrere, speziell auf unterschiedliche Anwender zugeschnittene Betriebsarten zur Verfügung. Kern ist der so genannte Virtual Satellite–Betriebsmodus (VSM). Hierbei werden die Sendestationen so konfiguriert, dass sie die Signale eines Galileo-Satelliten nachahmen, als ob sie von den realen Galileo-Satelliten im Orbit ausgesendet würden. Hierzu übertragen die Sendestationen die Bahndaten virtueller Satelliten zeitlich passend mit entsprechender Frequenz und Phase. Durch entsprechende Berücksichtigung der Dynamik des Nutzers und der berechneten Satellitenbewegungen kann das GATE-System eine annähernd realistische Testumgebung schaffen. Somit wird von den im Testgebiet betriebenen Empfangsgeräten und Anwendungen ein Signal empfangen, das sich, abgesehen von der Ausbreitungsrichtung, von einem „echten“ Galileo Satellitensignal nicht unterscheiden lässt.

 

Mittwoch, 23. Juni 2010, 16:00 Uhr

Pfadverfolgung nichtlinearer Systeme unter Beschränkungen

Dipl.-Ing. Timm Faulwasser

Institut für Automatisierungstechnik

Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg

 

Kurzfassung:

Im Rahmen des Vortrags wird ein neuer Ansatz zur Pfadverfolgung für nichtlineare Systeme unter Beschränkungen der Stell- und Zustandsgrößen vorgestellt. Das Ziel einer Pfadverfolgung ist es, dass ein System einer ein- oder mehrdimensionalen Referenzmannigfaltigkeit im Zustandsraum (dem Pfad) möglichst gut folgt und dabei Beschränkungen eingehalten werden. In der Praxis sind Pfadverfolgungsprobleme u. a. bei der Regelung von CNC-Maschinen, bei der automatischen Bahnfolge von Schiffen, Flugzeugen und Automobilen (z.B. Einparkprobleme) oder der Regelung von Prozessen zur Batchkristallisation von großer Bedeutung.

Existierende Ansätze führen Pfadverfolgungsprobleme meist auf Trajektorienfolgeprobleme zurück, mitunter wird dabei jedoch die erreichbare Regelgüte und der Einzugsbereich des Reglers unnötig eingeschränkt. Eine direkte Lösung des Pfadverfolgungsproblems kann diese Einschränkungen vermeiden und bietet zusätzlich den Vorteil, dass das Voranschreiten des Systems entlang des Pfades adaptiv an auftretende Störungen angepasst werden kann. In existierenden Arbeiten zur direkten Lösung von Pfadverfolgungsproblemen werden meist keine Beschränkungen berücksichtigt. Im Rahmen des Vortrags wird ein direkter Ansatz zur Lösung von Pfadverfolgungsproblemen vorgestellt, der die explizite Berücksichtigung von Beschränkungen der Stell- und Zustandsgrößen ermöglicht. Im Wesentlichen basiert der hier verfolgte, optimierungsbasierte Zugang auf einer geeigneten, stabilisierenden Formulierung eines prädiktiven Regelungsverfahrens.

 

Mittwoch, 2. Juni 2010, 16:00 Uhr

Der Kosmos im Radiolicht

Prof. Dr. rer. nat. Ernst Fürst

Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn

 

Kurzfassung:

Radiowellen bieten neben dem sichtbaren Licht die einzige Möglichkeit, kosmische Objekte vom Erdboden aus zu untersuchen. Die ersten Versuche ihrer Anwendung als "Radioastronomie" liegen rund 100 Jahre zurück, ein Zeitraum mit einer stürmischen Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg bis zu den heutigen Großteleskopen. Die Entwicklung in Deutschland findet hier besondere Berücksichtigung. Die Bedeutung der Radioastronomie für die Astrophysik und die Fragestellungen an die chemischen und physikalischen Abläufe in kosmischen Objekten werden an verschiedenen Beispielen erläutert, die gewonnenen Erkenntnisse dargelegt. Es ist nicht überraschend, dass die Erkenntnisse neue Fragen aufwerfen, die neue Beobachtungetechniken verlangen. Ein Ausblick in die Zukunft schließt daher den Bericht ab.

 

Mittwoch, 12. Mai 2010, 16:00 Uhr

NVIDIA GPU Compute: Stand der Technik (CUDA, OpenCL, Tesla)

Jörg Krall

Senior Business Development Manager, NVIDIA GmbH, Würselen