Beiträge zur Regelungstechnik
Sommersemester 2013
Mittwoch, 3. Juli 2013, 16:00 Uhr
Elektromobilität auf der Schiene
Dr.-Ing. Lars Löwenstein
Siemens AG
Infrastructure & Cities Sector
Rail Systems Division, High Speed and Commuter Rail
Erlangen
Kurzfassung:
folgt
Mittwoch, 19. Juni 2013, 16:00 Uhr
Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie
Dr.-Ing. Bernd Schrörs
Bayer Technology Services GmbH
Functional Safety
Leverkusen
Kurzfassung:
Die funktionale Sicherung verfahrenstechnischer Anlagen und Prozesse in der Prozessindustrie geschieht überwiegend mit technischen und weniger mit organisatorischen Mitteln. Diese sogenannten Schutzeinrichtungen sollen gefährliche Ereignisse verhindern und/oder mögliche bereits eingetretene Schäden in ihrer Auswirkung begrenzen. Zu den technischen Mitteln zählen solche prozessleittechnischer Art (PLT), die bestimmte Prozessparameter mit Sensoren wahrnehmen, die so erhaltene Information verarbeiten, bewerten und im Anforderungsfall durch geeignete Aktionen (z. B. das Schließen eines Ventils) den Prozess und damit die Anlage im bestimmungsgemäßen Betrieb halten oder zurückführen. Die Auslegung und die sicherheitstechnische Bewertung von PLT- Schutzeinrichtungen erfolgt nach technischen Regeln. In den letzten Jahren hat sich hier so Einiges geändert.
Mittwoch, 19. Juni 2013, 11:00 Uhr
Roboterbasierte Bewegungssimulation
Dipl.-Ing. Tobias Bellmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik
Oberpfaffenhofen-Wessling
Kurzfassung:
Kommerzielle Bewegungssimulatoren kommen derzeit hauptsächlich in parallelen Konfigurationen (v.a. Hexapoden) zum Einsatz. Deren Stärken sind großes Beschleunigungsvermögen, ein konsistenter Arbeitsraum ohne Singularitäten, sowie eine große Traglast. Jedoch besteht mit solchen Konfigurationen keine Möglichkeit die Simulatorzelle um 180 Grad zu drehen um beispielsweise einen Überkopf-Flug zu simulieren. Die Verwendung einer seriellen Konfiguration, beispielsweise in Form eines Industrieroboters, erlaubt hier kostengünstig die Nutzung eines deutlich größeren Arbeitsraums. Dies geht jedoch einher mit konfigurationsabhängigen Anforderungen an die Bahnplanung (z.B. Singularitäten, starke Abhängigkeit des Beschleunigungsvermögens von der aktuellen Achskonfiguration) sowie einer im Vergleich zu parallelen Konfigurationen deutlich geringeren Nutzlast.
Da die in Massenproduktion für die Industrie hergestellten Roboterarme deutlich preisgünstiger sind als vergleichbare Hexapoden, erschließt sich mit einem solchen roboterbasierten Bewegungssimulator ein komplett neuer Markt für Flugsimulatoren: Flugschulen, die bislang mit einer großen Anzahl von günstigen (< 1 M€) Schulflugzeugen ausbilden, für die ein konventioneller Flugsimulator (ab 10M€) nicht rentabel ist.
Im Rahmen dieses Vortrags werden zwei am DLR entwickelte, roboterbasierte Bewegungssimulatoren vorgestellt, der universell einsetzbare DLR Robotic Motion Simulator und der in Kooperation mit der Grenzebach GmbH kommerzialisierte DA42 Flightsimulator. Thematisiert werden unter anderem die Bahnplanung für solche Simulatoren, Sicherheitskonzepte, Visualisierungssysteme und Entwicklungstools.
Dienstag, 28. Mai 2013, 16:00 Uhr
Iterativ lernende Regelung für medizintechnische Anwendungen
Dipl.-Ing. Thomas Seel
Technische Universität Berlin
Fachgebiet Regelungssysteme
Berlin
Kurzfassung:
Iterativ lernende Regelung (Iterative Learning Control, ILC) ist ein Verfahren, das Elemente der Steuerung und der Regelung vereint und seit relativ kurzer Zeit auch in der Medizintechnik eingesetzt wird. Anwendungsbeispiele sind die nicht-invasive Blutdruckmessung, die Regelung von Insulininfusionen und die Bewegungsunterstützung mittels Robotik und/oder funktioneller Elektrostimulation (FES) in der motorischen Rehabilitation.
Nach einer kurzen Einführung in die klassische ILC-Theorie werden einige am Fachgebiet Regelungssysteme untersuchte Anwendungssysteme vorgestellt. An zwei medizintechnischen Beispielsystemen werden die Herausforderungen für die ILC erläutert, die dieses neue Anwendungsfeld bietet. Die sich daraus ergebenden notwendigen Erweiterungen der klassischen ILC-Theorie werden skizziert und anhand erster methodischer Ergebnisse für ILC mit variabler Zykluslänge verdeutlicht. Abschließend werden verschiedene experimentelle Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.
Freitag, 3. Mai 2013, 10:00 Uhr
Picture of the Future – Provisioning and life cycle of goods
Prof. Dr. rer. nat. Gerd-Ulrich Spohr
Siemens AG
Automation & Drives
Nürnberg
Kurzfassung:
Die Methode “Picture of the Future” wird bei Siemens eingesetzt, um zukünftige Entwicklungen in der Gesellschaft und den Märkten mit guter Treffsicherheit zu prognostizieren und um damit dann die Anforderungen an zukünftige Produkte abzuleiten.
Im Vortrag wird zunächst die Methode mit ihren wesentlichen Elementen kurz vorgestellt. Anschließend werden auszugsweise Szenarien und Ergebnisse dargestellt, die im Rahmen eines Untersuchungsprojektes für die Division Industrial Automation über zukünftige Entwicklungen der produzierenden Industrie erarbeitet wurden.

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